Weltbild im Gespräch mit Klaus-Peter Wolf (“Ostfriesennacht“): „Jeder Vater könnte zum Mörder werden, wenn…“

Warum der Bestsellerautor zwei Jahre „undercover“ im kriminellen Milieu lebte und echte Nachbarn in seinen Büchern auftauchen

Augsburg, 27. Februar 2019 | Er ist einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands und zeigt keine Angst vorm kriminellen Milieu: „Ich habe sogar zwei Jahre unter falschem Namen im Milieu gelebt und war „Mitarbeiter“ von Mädchen- und Frauenhändlern. Später habe ich das alles auffliegen lassen. Es hat auch Verhaftungen gegeben“, sagt Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf im Interview mit dem Weltbild Onlinemagazin zum Erscheinen seines neuen Buches „Ostfriesennacht“. Denn Wolf, dessen Bücher über 10-millionenmal verkauft wurden, legt Wert auf die „Täterperspektiven“.

Auch wenn seine kriminelle Energie ausschließlich in literarische Ergebnisse mündet, schließt Wolf nicht eines nicht aus: „Ich glaube, dass jeder noch so pazifistisch gesinnte Vater zum Mörder werden könnte, wenn es darum geht, seine Kinder zu schützen. Nie würde ich dem Staat erlauben, die Todesstrafe einzuführen. Wenn es aber um meine Frau oder Kinder ginge, könnte ich für mich nicht garantieren.“

Statt „Pappkameraden“ echte Menschen in den Ostfriesenkrimis

Wer Wolf persönlich kennt, kennt das Risiko: Er oder sie kann sich schon mal in seinen Krimis wiederfinden – und zwar unter seinem richtigen Namen: „Ich fiktionalisiere das Leben real existierender Menschen. Zum Beispiel den Maurer Peter Grendel, den Konditor Jörg Tapper, die Sängerin Bettina Göschl, den Journalisten Holger Bloem gibt es wirklich. Sie heißen wie im richtigen Leben. Sie reden so. Sie denken so. Sie sehen so aus, aber sie erleben bei mir Dinge, die sie nie wirklich erlebt haben. Ich wollte keine Pappkameraden in meinen Büchern“, so Wolf zu Weltbild.

Klaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, zählt mit über 10 Mio. verkauften Büchern und regelmäßigen Top-Platzierungen in der Spiegel-Bestsellerliste zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellern. Sein Metier sind Krimis, seine Heimatstadt Norden ist auch Schauplatz der Ostfriesenkrimis (verfilmt mit Christiane Paul als Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen). Über 60 seiner Drehbücher wurden für den „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ verfilmt. Weltbild sprach mit dem Kult-Autor zum Erscheinen von „Ostfriesennacht“. Das komplette Interview lesen Sie unter Weltbild Magazin .

 

Weltbild im Gespräch mit Klaus-Peter Wolf (“Ostfriesennacht“): „Jeder Vater könnte zum Mörder werden, wenn…“