FAZ: “Weltbild greift im Buchmarkt wieder an”

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Weltbild greift im Buchmarkt wieder an

Seit einem Jahr hat die zuvor insolvente Weltbild-Gruppe neue Eigentümer. Die ersten neuen Filialen zeigen Wachstumswillen. Aber noch belasten die insolvente Logistik und Filialschließungen.

geg. FRANKFURT, 21. Oktober. In den kommenden zwei Jahren sollen in Deutschland mehr als 30 neue Jokers-Filialen eröffnet werden. Das Geschäft des zur Augsburger Weltbild-Gruppe gehörenden Modernen Antiquariats entwickelt sich nach Worten von Weltbild-Geschäftsführer Sikko Böhm sehr erfreulich. In allen Städten mit jungem, lesefreudigem Publikum lohne sich eine Filiale, deren Zahl von heute 18 auf dann 50 steigen soll. Das Moderne Antiquariat – Weltbild ist mit Avus heute schon größter Großhändler und will mit Jokers auch größter Einzelhändler werden– bietet zudem auch hohe Margen. Da Weltbild in diesem Bereich auch Avus auch über den größten Aufkäufer von Restauflagen verfügt, kaufe man günstig ein.

Noch machen nicht alle Bereiche der derzeit zu sanierenden Mediengruppe so viel Spaß. Weltbild war vor gut einem Jahr von der Düsseldorfer Droege-Gruppe aus der Insolvenz heraus ,mehrheitlich (60 Prozent) übernommen worden. 40 Prozent liegen bei Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz zur Befriedigung der Massegläubiger. Sie würden von einer Wertsteigerung ihres Anteils profitieren. Aber noch ist die Neuausrichtung nicht abgeschlossen. Der Teil Hugendubel wurde an die gleichnahmige Familie abgegeben. Ein Paket von 67 kleineren und häufig verlustträchtigen Filialen wurde an das bis dahin unbekannte Unternehmen Lesensart Rüdiger Wenk in Ahaus verkauft. Es befindet sich ebenso in der Insolvenz wie die ehemalige Weltbild-Logistik – in die Weltbild vor dem Zusammenbruch viel Geld investiert hatte. …….

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Oktober 2015, kompletter Artikel (PAID)

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